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Der Schatz im Tabellensee

Vorschau auf das NFV-Wochenende

9. Spieltag Landesliga NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 (6.) – RADEBEULER BC 08 (12.)
(Sonntag, den 16. Oktober 2011, Anstoß 15 Uhr, Stadion „Junge Welt“)

Seit sieben Spielen unbesiegt – mit dieser beeindruckenden Bilanz erwartet der NFV09 seinen nächsten Gast. Der kommt aus der Karl-May-Stadt Radebeul und ist im Moment Tabellenzwölfter. Doch Achtung: Die Grün-Schwarzen haben Marcus Hausmann in ihren Reihen, eine Art „gelb-weiß-Schrecken“. Egal wo der Stürmer in der Vergangenheit spielte, er traf regelmäßig gegen uns. Es ist aber auch ein Wiedersehen mit ehemaligen Görlitzern. Patrick Kippermann, Robert Boese und Gregor Hoppadietz sind jetzt in Diensten bei den Randdresdnern. So wird es nicht nur ein Gegeneinander auf dem grünen Rasen geben sondern auch ein freundschaftliches Zusammentreffen außerhalb des Grasviereckes. Die Männer von RBC-Chefcoach Jan Seifert (der im übrigen am morgigen Freitag seinen 43-jährigen Geburtstag feiert) stehen allmählich ganz schön unter Druck. Platz zwölf ist völlig fern jeglicher Erwartung des verstärkten und mit bekannten Spielern gespickten Radebeuler-Kaders. So wechselte zuletzt auch noch Thomas Neubert ins Elbtal.

Der NFV09 möchte seinen goldenen Herbst natürlich noch ein bisschen verlängern. Wenn es nach den 09’ern geht, kann der sensationelle Lauf noch eine Weile andauern. Dem Team zuzuschauen ist Moment eine „Wonne“. Von außen ist es spürbar, dass in dieser Mannschaft ein besonderer Geist herrscht. Sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugten die Gelb-Weißen ihr Publikum. Das möchten sie auch zum Abschluss der Heimspielwochen ihren treuen Anhängern beweisen. Hinter Jonathan Schneider und Lukas Helcelet stehen noch Fragezeichen, der Rest ist fit und motiviert.

Schiedsrichter der Partie ist Dirk Engelmann (Pegau), an den Linien Uwe Schönborn (Otterwisch) und Holger Walther (Tresenwald).


Im Rahmen des Spieles findet ein Gewinnspiel unseres neuen Werbepartners, der AOK PLUS, statt. Dabei kann man am Einlass das Ergebnis tippen, als Hauptpreis winkt ein Handsessel der AOK PLUS.

 


 

7. Spieltag Landskron Oberlausitzliga OSTRITZER BC (4.) – NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 (II.) (6.)
(Samstag, den 15. Oktober 2011, Anstoß  15 Uhr, Neißestadion Ostritz)

Für unsere Reserve geht es einige Kilometer neißaufwärts ins Klosterstädtchen Ostritz. Dort hat unsere Ausbildungsmannschaft eine richtig schwere Aufgabe vor der Brust, sind die Ostritzer doch in der Tabelle ein paar Plätze höher angesiedelt. Auch wenn sie immer noch aktueller Aufsteiger sind, mit Rene Sachs und Tino Rackel spielen gute und gefährliche Spieler in ihren Reihen. Zudem hat man sich ordentlich mit polnischen Sportfreunden verstärkt. Angeführt von Ludwik Lukasz gewannen sie 4:0 gegen Empor Löbau und zwangen letztes Wochenende im Pokal Eintracht Niesky noch in die Verlängerung. Ziel unserer „Zweiten“ ist aber jedoch mindestens ein Punkt vom Tabellenvierten zu holen.

Geleitet wird die Begegnung von Tobias Weickelt (Zittau), assistiert von Michael Selement (Seifhennersdorf) und Matthias Range (Olbersdorf).

 

Unsere A-Jugend hat an diesem Wochenende spielfrei und greift erst nächsten Sonntag um 12.30 Uhr (!) ins Spielgeschehen ein.


-grandel-


 

Sachsenpokal Ausscheidungsrunde NFV 09--FC Eilenburg 3:0 (1:0)

NFV zieht verdient ins Achtelfinale


Trainer Fred Wonneberger gab heute einigen Spielern die nicht so oft von Anfang an auflaufen die Chance sich zu beweisen.
Aber diese Umstellungen bewirkten keinen Bruch im Spiel des NFV zu den gezeigten Leistungen der letzten Wochen. mehr...

Die "Zweite" unter den letzten Acht

Kreispokal-Achtelfinale

FSV ODERWITZ 02 (II.) - NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 (II.)  1:6

 

Am Samstag ist die NFV-Ausbildungsmannschaft in das Viertelfinale des Kreispokales eingezogen. Bei der Reserve des FSV Oderwitz 02 setzte man sich klar mit 6:1 durch. Unsere "Zweite" war dem Kreisklassenvertreter in allen Belangen überlegen und hätte noch deutlicher gewinnen können. Eine ganze Reihe von Chancen wurde bei nasskaltem Schauerwetter auf dem neugestalteten Rasenplatz in Niederoderwitz noch vergeben. Das Team um Trainer Olli Hofrath hofft jetzt auf etwas Losglück und ein Heimspiel in der nächsten Runde.

 

Der NFV09 spielte mit: Marc Röhricht, Thomas Horschke, Benjamin Adam, Julien Günther, Martin Otto, Kevin Gottschalk, Denis Cudak, Thomas Hoinko (ab 69. Clemens Simon), Thomas Witzmann (ab 69. Daniel Markus (ab 85. Denny Müller)), Tino Mauksch, Tommy Junge

Tore: Thomas Hoinko (2), Tommy Junge (2), Denis Cudak, Tino Mauksch

 

-grandel-

Einen Strauß mit sieben Kunstblumen bekommen

A-Junioren Bezirksliga Ost, 5. Spieltag  SPG SEBNITZ/NEUSTADT - NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 7:2

Mit einem abgeschwächten Kader ging es für unsere A-Junioren nach Sebnitz. Neben Vincent Jende und Aleksandr Pirogov, die beide grippegeschwächt waren, musste Coach Jürgen Grätzel auch auf Vincent Tzschoch, den Knieprobleme plagten, verzichten. Auf dem Sebnitzer Kunstrasenplatz begannen die Jungs bei 5 Grad und Dauerregen konzentriert und ruhig das Spiel. Nach den ersten guten Chancen durch einen 20 Meter Schuss von Müller und einem Kopfball von Bodinka stellten die Gelb-Weißen ihre Laufbereitschaft jedoch fast ein. Sie versuchten zwar weiter Spielkultur zu halten, rieben sich aber unnötig in sinnlosen Zweikämpfen auf. Ab hier übernahmen dann die Sebnitzer das Ruder. Die Kunstblumenstädter agierten fast ausschließlich aus einer sechs Mann Abwehrkette mit langen Bällen aus dem Mittelfeld. Damit hatte die neuformierte NFV-Dreierkette (anstatt der üblichen Viererkette aufgrund des Jende-Ausfalles) jedoch das ganze Spiel Probleme. Aus einem solchen langen Diagonalball entstand nach einer knappen halben Stunde aus dem Nichts heraus das 1:0. In der Folge scheitert Bodinka nach einem wunderbaren Solo am gegnerischem Keeper, kurz darauf Wünsche in ähnlicher Art und Weise. Knapp zehn Minuten vor dem Pausentee klären die NFV’ler einen langen Ball nur halbherzig und einem Sebnitzer direkt vor die Füße – 2:0. Das Fazit für Halbzeit eins war ganz klar: Zu viele Einzelaktionen, mehr Chancen als der Gegner und trotzdem macht der die Tore.

In der Halbzeitpause wurde in der Kabine Pressing beschlossen, und so gingen die Grätzel-Schützlinge die ersten fünf Minuten bedingungslos auf den Gegner und erspielten sich weitere Chancen durch Seifert (d. J.). Doch schon kurz danach folge die kalte Dusche für die Jungs: Ein langer Ball auf die linke Bahn der Sebnitzer, ein Querpass in die Mitte und das 3:0 stand auf der Ergebnistafel. Analog entstanden das vierte, das fünfte und das siebente Tor der Sebnitzer, wobei meist die Ballverluste im Mittelfeld die Auslöser waren. Das 4:1 war eine schöne, wenn auch seltene, Kombination über Müller, Seifert (d. Ä.), Wünsche, Seifert (d. J.), Bodinka, der passt dann wieder auf den mitgelaufenen Wünsche – Tor. Das 5:2 war ein Freistoßtor durch Bodinka. Das Schlitzohr schießt in dem Moment, als der Torhüter noch seine Mauer stellen wollte. Leider einer der eher seltenen glücklichen Momente für die Görlitzer Jungs.

Fazit des Spiels ist ganz klar, dass es mehr Einzelleistung denn Teamwork gab. Außerdem zu wenig Bewegung, Kampfbereitschaft und nicht alle konnten heute ihr Niveau abrufen. Trotz der Höhe, die Niederlage wäre sicherlich vermeidbar gewesen.

Der NFV spielte mit: Sebastian Witzmann, Erik König (ab 70. Raphael Faulhaber), Florian Seifert (d. Ä.), Erik Garbe, Felix Schulte-Hubbert, Dominik Arlt, Markus Poller (ab 56. Nick Backasch), Florian Seifert (d. J.), Eric Wünsche, Tim Bodinka, Denny Müller

Ring frei zur nächsten Runde

Vorschau auf das NFV-Wochenende

3. Runde Sachsenpokal  NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 – FC EILENBURG
(Sonntag, den 9. Oktober 2011, 14 Uhr, Stadion „Junge Welt“)

Zur Abwechslung steht für den NFV mal wieder ein Pokalwochenende ins Haus. Mit dem FC Eilenburg erwischte man aber eine der schwierigsten Mannschaften aus dem Lostopf. Die Nordsachsen sind immerhin eines der Top-Teams der Sachsenliga, mit einigen Jahren Oberligaerfahrung. Im Moment sind sie Tabellennachbar des NFV. Sie starteten relativ schlecht in die Saison, stabilisierten sich aber in den letzten Spielen auf hohem Niveau. Spieler wie Christopher Plätzsch, Christian Kotzbau oder Markus von Durschefsky führen die jungen „Ileburger“.

Beim NFV09 hat man das letzte Spiel gegen die BSG Chemie Leipzig ausgewertet und abgehakt. Leider konnte man das engagierte Spiel nicht mit einem Sieg belohnen. Den hat man sich vielleicht für diesen Sonntag aufgehoben. Vorgenommen auf jeden Fall. Auch wenn es zu diesem Pokalfight ein paar Änderungen geben wird. Erstmals wird Miroslav Samoel  zwischen den gelb-weißen Pfosten stehen. Auch Felix Grundmann bekommt eine verdiente Pause. „Die hat er sich auch redlich mit sehr guten Leistungen verdient“, zollt NFV-Trainer Fred Wonneberger dem 09-Urgestein ungemeines Lob. Bis auf den Langzeit verletzten Jens Garbe sind alle fit und einsatzbereit. Voraussichtlich werden die Spieler, die zuletzt weniger zum Spielen gekommen sind, Einsatzzeit erhalten.

Schiedsrichter der Begegnung ist John Köber, assistiert von Stefan Gärtner und Lutz Belger (alle Dresden).

ACHTUNG: Die Begegnung findet schon um 14 Uhr statt!


Achtelfinale Kreispokal  FSV ODERWITZ 02 (II.) - NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09 (II.)
(Samstag, den 8. Oktober 2011, 14 Uhr, Sportzentrum OT Niederoderwitz)

Unsere Ausbildungsmannschaft ist schon einen Schritt im Pokal weiter. Für sie geht es um den Einzug im Viertelfinale. Dabei trifft sie auf das Reserveteam des FSV Oderwitz 02. Die zweite Mannschaft der Bezirksligaelf ist im Moment Tabellenneunter der 1. Kreisklasse Süd. Auf dem Papier ist unsere „Zweite“ natürlich der Favorit. Doch sollte man von vornherein den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Vorspiel bestreitet übrigens der FSV Oderwitz 02 gegen den Sachsenligisten FC Oberlausitz Neugersdorf.

Schiedsrichter wird Manuel Weinhold (Rothenburg) sein, an den Linien assistieren ihm Jens Schilling (Rothenburg) und Peter Klewin (Kodersdorf).

5. Spieltag, A-Junioren Bezirksliga Ost  SPG SEBNITZ/NEUSTADT – NFV GELB-WEISS GÖRLITZ 09
(Sonntag, den 9. Oktober 2011, 10:30 Uhr, Waldstadion Sebnitz)

Unsere Jungs von der A-Jugend begeben sich mal wieder auf Reisen. Ziel ist diesmal das Tor zum Elbsandsteingebirge, es geht in die Kunstblumenstadt Sebnitz. Nach zuletzt zwei guten Spielen befinden sich die NFV-Junioren auf einem aufsteigenden Ast. Darum sollte den Grätzel-Schützlingen auch vor dem Tabellendritten nicht Bange sein.

Geleitet wird die Partie von Steffen Thomas, Jan Slavik und Rick Heining.

-grandel-

 

 

Ratsfraktionen besichtigen Stadion „Junge Welt“

Görlitz. Stadträte der Fraktionen Bürger für Görlitz/Bündnisgrüne und CDU/FDP haben gemeinsam mit Sportbürgermeister Michael Wieler das Stadion „Junge Welt“ besichtigt. „Wir wollten uns einen Gesamtüberblick zur Situation machen“, sagte Harald Tuwpack, Sprecher der Bürger für Görlitz. Hauptaugenmerk habe man auf die Traversen gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Sanitärbereich der Gästemannschaften. Ziel sei es, zügig Entscheidungen zu treffen und aktiv an der Umsetzung mitzuarbeiten, damit die Spielstätte des größten Görlitzer Fußballvereins auf Vordermann gebracht, aber auch das besondere Flair der „Jungen Welt“ erhalten werden kann. Beide Fraktionen stehen seit August mit dem Vorstand des NFV Gelb-Weiß 09 zur Sanierung des Stadions im Gespräch. (SZ)

Quelle: sz-online.de

Ein Mann für Millionen

Heiko Scholz verließ Görlitz als Zwölfjähriger, um Profifußballer zu werden. Jahrelang stand er auf dem Rasen, wurde von Dresden nach Leverkusen und weiter nach Bremen verkauft. Jetzt hat er sich in Köln eine neue Aufgabe vorgenommen.

Wie er da so steht, sieht er nicht aus wie ein Fußballstar, für den Vereine siebenstellige Summen gezahlt haben. Heiko Scholz macht bei der Begrüßung einen fast schüchternen Eindruck. Mit Nickelbrille, Jeans und T-Shirt steht er am Bayer-Stadion in Leverkusen. Mit dem förmlichen Siezen hält er sich keine Minute lang auf. „Kannst dein Auto da drüben hinstellen. Und dann gehen wir erst mal was essen.“

In der Gaststätte direkt gegenüber des Stadions, der „Pille“, wird seine Prominenz dann aber doch sichtbar: Reiner Calmund, ehemaliger Manager von Bayer Leverkusen, wartet am Tisch schon auf ihn. Ist er in der Stadt, treffen sich die beiden oft zum Essen. Häufig sitzen dann auch andere Fußballer und Trainer am Tisch. Man kennt sich hier. Jeder duzt jeden, die Wirtin kümmert sich mit mütterlicher Fürsorge um ihre Gäste. „Willste noch ein bisschen Obst, mein Lieber?“, fragt sie zum Beispiel und erzählt gleich, welch netter Mensch Heiko Scholz ist. „Ein ganz höflicher und lieber.“

Da lässt sich natürlich auch Reiner Calmund nicht zweimal fragen. „Heiko war damals für uns ein absolut guter Einkauf“, erinnert er sich an 1992, als Bayer Leverkusen Scholz für 1,9 Millionen D-Mark zu sich holte. „Ich setze sehr auf Herz, Leidenschaft und volle Identifikation mit Job, Verein, Mannschaft und den Fans. All das hat Heiko zu 100 Prozent.“ Mehrmals betont er Kompetenz und Leidenschaft, die zu einem guten Fußballer gehören – und zu Heiko Scholz. Der sitzt bei solchen Lobeshymnen größtenteils stumm am Tisch, winkt manchmal sogar bescheiden ab. Erst als Calmund davon spricht, dass Scholz oft auch Stimmungsmacher im Team sei, weil er Kritik laut ausspreche, hakt er ein. „Ich hab’ mir keinen Kopf gemacht und auch mal gemeckert. Manche haben das natürlich ausgenutzt und mich vorgeschickt, weil sie selbst keinen Arsch in der Hose hatten.“ Aber es klingt nicht bitter, wie er das sagt. Sondern fast ein bisschen entschuldigend. Ja, manchmal habe er den Bogen überspannt beim Stimmungmachen.

1966 wurde Heiko Scholz in Görlitz geboren, sein Bruder lebt bis heute hier. Schon mit sechs Jahren stand er auf dem Fußballplatz. Mit zwölf kam er auf die Sportschule in Dresden – und musste sie vier Jahre später wieder verlassen. „Weil ich zu klein war“, erinnert sich der 1,73-Meter-Mann. „Damals ist ein Kindheitstraum kaputtgegangen. Ich hatte zu tun, damit klarzukommen.“

Er kam zurück in die Heimat, spielte bei der ISG Hagenwerder und machte eine Lehre zum Instandhaltungsmechaniker. Täglich konnte er bei der ISG trainieren. Etwas, wofür er dem Verein noch heute dankbar ist. Denn es hat sich ausgezahlt. Nach zwei Jahren sah ihn ein Trainer des damaligen DDR-Oberligisten Chemie Leipzig spielen – und wollte ihn haben. Also ging Scholz 1984 nach Leipzig, erst zu Chemie, mit 21 Jahren dann zu Lok. Er reiste in den folgenden Jahren durch die Welt, war in Athen und Neapel, spielte für die DDR-Nationalmannschaft und stand im Leipziger Zentralstadion vor 110000 Zuschauern auf dem Rasen. „Das war Gänsehaut pur!“

Dann kam die Wende. Und Heiko Scholz schrieb ein Stück Geschichte. Er war der erste ostdeutsche Eine-Million-Mark-Transfer zwischen zwei Fußballvereinen. Dynamo Dresden holte ihn von Leipzig zu sich. „Dresden hatte mich einst ausgebildet und kaufte mich nun teuer zurück“, sagt Heiko Scholz und grinst ein bisschen schelmisch.

Nach zwei tollen Jahren in Dresden, wie er sagt, wechselte er in die alten Bundesländer. 1992 ging Scholz für 1,8 Millionen Mark zu Bayer Leverkusen, drei Jahre später für 1,3 Millionen zu Werder Bremen. Er war ganz dick im Geschäft, gehörte immer zum Stammkader. Doch 1997 dann wechselte er zu Fortuna Köln, spielte nur noch in der Zweiten Bundesliga und war nicht mehr in nahezu jedem Spiel dabei. 1999 beendete er seine Profikarriere, um sie 2000 im Amateurbereich beim Dresdner SC ausklingen zu lassen. „Ich musste verletzungsbedingt zurücktreten“, sagt er. Hüftarthrose. „Mein letztes Spiel war dann schon eine Erlösung.“ Mit 31 Jahren machte ihm sein Körper klar, dass er nicht mehr so wolle wie früher. „Ich habe mich mit dem Ende schnell abgefunden. Ich sehne mich nicht danach, immer in der Öffentlichkeit zu stehen.“

Heute tut er das auch kaum noch. Mittlerweile ist die fünfte Liga sein Zuhause. Als neuer Cheftrainer hat er gerade seine erste Saison bei Victoria Köln begonnen. Diesem Verein geht es nicht gut, kein Team in wichtigen Ligen, Insolvenz, Fusion. Scholz gehört zu denen, die Victoria Köln nun wieder nach vorn bringen sollen. Die Regionalliga ist das nächste Ziel, langfristig sollen die Kölner in der dritten Liga spielen. „Wir wollen die zweite Macht in Köln werden“, sagt Heiko Scholz selbstbewusst mit Blick auf den 1. FC Köln.

Seine Mannschaft hat er sich aus jungen Männern zusammengestellt, die er zum Teil schon viele Jahre kennt aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer. „Ich achte beim Kader drauf, keine Stinkstiefel dabeizuhaben.“ Seine Erwählten jetzt seien „charakterlich anständige Jungs“, die seine Linie aus Respekt voreinander und Spaß an der Sache mittrügen. Mit täglichem Training, teilweise sogar zweimal. Keine Selbstverständlichkeit in einer Hobbyliga. Aber dort will Heiko Scholz ja auch nicht bleiben. „Ich will Cheftrainer in einer Profiliga werden. Auch wenn ich’s vielleicht nicht mehr in die Bundesliga schaffen werde.“ Als Co-Trainer hat er schon entsprechende Erfahrungen vom MSV Duisburg. Chef war er aber eben nur vertretungsweise.

Etwas anderes als Fußball kommt für Heiko Scholz beruflich nicht infrage. „Darüber habe ich nie nachgedacht.“ Dabei ist der Gedanke an das letzte Spiel als Trainer allgegenwärtig. „Bei manchen Spielen weißte: Wenn du hier verlierst, biste rasiert.“ Das sei nicht immer einfach, weil man als Trainer ja nicht ins Spiel eingreifen kann.

Aber Herausforderungen liebt er ja. Wenn er etwas mache, dann richtig, sagt er. Ihm gefällt es, Victoria Köln jetzt aufbauen zu können. Im Büro mit der Aufschrift „Cheftrainer“ an der Tür brütet der 45-Jährige über Strategien, Statistiken zu gegnerischen Teams und Absprachen mit der Vereinsführung. Jeden Tag fährt er dazu mit seinem VW Golf ins Stadion nach Köln. Weit ist der Weg nicht. Schon fast 20 Jahre lebt er mit seiner Frau in Leichlingen, einer Stadt mit etwa 30000 Einwohnern zwischen Köln und Düsseldorf. „Dort hat es mir gleich gefallen.“ Vor vielen Jahren hat er ein Haus gekauft. Die ältere seiner beiden Töchter wohnt nur ein paar Meter entfernt. Da kann Heiko Scholz seinen Opapflichten oft nachkommen. Sein Enkel Louis ist 17 Monate alt und seine große Freude. „Mein Haus ist schon eingerichtet, als ob ich auch ein Kind bekommen hätte“, sagt er und lacht. Vormittags nimmt er sich oft Zeit für die Familie, bevor er mittags ins Stadion fährt.

Eine Rückkehr nach Görlitz kann er sich nicht vorstellen. Er hat sich sein Leben im Ruhrgebiet aufgebaut. Seine Kinder sind dort aufgewachsen. Seine Frau, mit der er bald Silberhochzeit feiert, hat einen Schuhladen in Leverkusen. „Heimatgefühle habe ich aber schon noch, wenn ich nach Görlitz komme“, meint Heiko Scholz. Erst zum Altstadtfest war er da. Ein Ossi zu sein, war in Westdeutschland nicht immer einfach, erzählt er. „Geschämt habe ich mich nie dafür. Ich bin eher stolz drauf.“ Eine Trennung der Menschen in Ossi und Wessi sei doch ohnehin Unsinn. „Bekloppte gibt’s überall.“

 

Von Jenny Thümmler

Quelle: sz-online.de

Merkur Oelsnitz: Landesliga-Team tritt zurück

Viel schlimmer kann es kaum noch kommen: Die Landesliga-Spieler des SV Merkur Oelsnitz haben am Montag vor Beginn der Partie gegen VfL Hohenstein-Ernstthal (4:2) ihren Rückzug aus dem Verein bekannt gegeben.


Vorausgegangen waren persönliche Angriffe per Plakate gegen Spieler und ihre Familien, sowie den Landesliga-Hauptsponsor Bauer. "Die Mannschaft und die Trainer haben sich einstimmig dazu entschieden, nicht mehr für Merkur Oelsnitz aufzulaufen", so Rico Schaller.

Wie es nun bei den Sperken weitergeht, ist völlig offen.


Quelle: Vogtland-Sport

NFV09 - BSG Chemie Leipzig 0:0

Der NFV verschenkt einen Sieg  (NFV09 Bilder HIER * Bilder HIER * Video kurz HIER * Video Chemie-Fans HIER)

Trainer Wonneberger mußte in dieser Woche in der Abwehr umstellen. Garbe schwer verletzt und Lätsch wegen der Roten Karte aus dem Kamenzspiel wurden schmerzlich vermisst! Es gab aber auch heute eine NFV Abwehr. Und die stand meist gut. Die Gäste hatten auswärts noch nicht soviel gerissen und konnten auch heute in Görlitz, für die eigenen hochgesteckten Ziele, nicht unbedingt überzeugen!
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NFV 09 (II.) - FV Rot-Weiß 93 Olbersdorf 1:1 (0:1)

NFV Reserve quält sich zum Remis  (Bilder vom Spiel HIER)

Auch wenn unsere Reserve das Spiel bestimmte, am Strafraum der Olbersdorfer war meist Ende! Zu ungenau kamen die Anspiele und so hatten die Gäste meist leichtes Spiel. Die Olbersdorfer standen diszipliniert und kompakt in der Verteidigung und ließen nur selten einmal eine hochkarätige NFV Chance zu. Die erste halbwegs gute Chance hatten die Gelb-Weißen in der 20.min. Der Schuß vom angeschlagenen Kapitän Handschuh ging um einige Meter am Gästetor vorbei. Horschke verzog in der 35.min knapp mit einem Schuß von der Strafraumgrenze.
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